Fabrikmuseum Roth

Das Museum der Leonischen Industrie

Veranstaltungen der Museums-
saison 2025

Im Jahr 2025 gab es wieder interessante Veranstaltungen, von denen die wichtigsten hier aufgeführt sind.

23. März 2025 um 14.00 Uhr
Eröffnung des Museums und der Sonderausstellung über „Perlenstrickerei”

In der Trachtenmode spielen Leonische Waren seit jeher eine gewichtige Rolle. Leonische Drähte, Plätt, Bouillon und Flitter sind wesentliche Bestandteile von Brautkronen und Bänderhauben, aus Gold- und Silbergespinsten gewebte Borten und Bänder schmücken Gewänder und Mieder. Deshalb war es nahe-
liegend, in den Räumen des Fabrikmuseums in Zusammenarbeit mit der Trachtenforschungs- und -beratungsstelle für den Bezirk Mittelfranken eine Ausstellung über das Perlenstricken und die dabei in mühevoller Kleinarbeit entstehenden kunstvollen Taschen, Beutel und Schmuckbänder zu veranstalten.
Gestrickte Täschchen und Beutel, versehen mit aufwendigen Mustern aus winzig kleinen Perlen, standen besonders im Biedermeier in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Accessoires für die modebewusste Damenwelt hoch im Kurs. Nach und nach fanden sie auch ihren Eingang in die Trachtenmode. Ihre Herstellung erfordert viel Geduld, Zeit und Fingerfertigkeit und gilt als typische „Frauenarbeit“. Das Perlenstricken – übrigens ein UNESCO-Kulturerbe – beherrschen heute nur noch wenige Frauen.
Die Ausstellung zeigte zahlreichen Exponate, die jeden kunstsinnigen Menschen staunen ließen. Dazu gab es umfassende Informationen zu dieser selten gewordenen Handwerkskunst und ihrer weltweiten Geschichte.
Die Ausstellung war vom 23. März 2025 bis 11. Mai 2025 und zum Klöppelkongress in Neumarkt am Samstag, 26. April 2025, geöffnet.

30. März 2025
Drahtziehertag im Schloss Ratibor

Der fand am Sonntag, den 30. März 2025 zum vierten Mal im Schloss Ratibor statt. Der Museumsverbund „Die Drahtzieher“ (GilardiAusstellung, Klöppelmuseum, Museum Schloss Ratibor und Fabrikmuseum) sowie das Tourist-Büro der Stadt Roth luden wieder zu einem Erlebnistag rund um den Drahtzug ein.
In den Ratsstuben von Schloss Ratibor in Roth wurde mit Vorführungen, Mitmach-Aktionen für Groß und Klein und vielen spannenden Informationen die Geschichte des Drahtzuges im Landkreis Roth wieder zum Leben erweckt. Das Fabrikmuseum Roth war mit einem Drahtzug-Modell, einer Klöppel-/Flechtmaschine und einem Modell für die Herstellung von Boullion vertreten. Unerwarteter Nebeneffekt: Das Fabrikmuseum, das am Nachmittag bei freiem Eintritt geöffnet hatte, wurde (nicht nur) durch Besucher dieser Veranstaltung förmlich überrannt.

18. Mai 2025
Internationaler Museumstag 

Am Sonntag, den 18. Mai 2025, feierten die Museen weltweit den Internationalen Museumstag. Ziel ist es, die Bevölkerung weltweit auf die gesellschaftliche Rolle der Museen aufmerksam zu machen und sie die Vielfalt dieser Einrichtungen entdecken zu lassen, die eine zentrale Rolle als Orte des kulturellen und gesellschaftlichen Austauschs spielen. 
Auch das Fabrikmuseum Roth lud seine Besucher herzlich ein, sich vor Ort im Rahmen einer kostenlosen Führung selbst ein authentisches Bild von der facettenreichen Welt der gold- und silberglänzenden Leonischen Waren und ihrer Industrie zu machen.
 

6. bis 7. September 2025
Gredinger Trachtenmarkt

Wie jedes Jahr war das Fabrikmuseum mit einem Schau- und Verkaufsstand in Greding vertreten. Unsere historische Bortenmaschine, die vor Ort produzierte, ist für die Besucher stets ein echter „Hingucker”. Und für die Trachtler gab es ein umfassendes Programm an vom Fabrikmuseum Roth produzierten leonischen Borten und Bändern. Außerdem bestand die Möglichkeit, über Fragen zum Thema mit unserem Fachpersonal zu sprechen.

14. September 2025
Klöppelfest auf Burg Abenberg

Bei diesem alle zwei Jahre stattfindenden Fest ist alles vertreten, was beim umfassenden Thema „Klöppeln” Rang und Namen hat. Zu sehen gibt es Ausstellungen, einen Händlermarkt und zahlreiche Aktionen rund um die filigrane Spitzenkunst. Auch das Fabrikmuseum Roth war mit einem Verkaufsstand vertreten, an dem Leonische Waren (insbesondere Borten und Bänder) angeboten werden.

26. September 2025
AbendROTH

Diese von der Stadt Roth ins Leben gerufene Veranstaltung ist inzwischen zur Tradition geworden. Das Fabrikmuseum hatte wie schon in den Vorjahren bei freiem Eintritt bis um 22.00 Uhr geöffnet.

19. Oktober 2025
„Auf dem Wasser zu singen”

Im Rahmen unserer Konzertreihe „Musik im Museum” fand am 19. Oktober 2025 im Vortragssaal des Fabrikmuseums ein bemerkenswertes Konzert statt. Unter dem Titel „Auf dem Wasser zu singen” präsentierten drei hochkarätige Interpreten hörenswerte Musik für Gesang, Klarinette und Klavier.
Gesang: Angela Rudolf, Klavier: Enrico Rizzo, Klarinette: Annika Dolag.
 Wundervolle Melodien von Franz Schubert, Louis Spohr und anderen weckten romantische Gefühle und luden zu einer Fahrt auf dem Wasser ein.
Neben einer berühmten Forelle traten auch Nixen und andere Wassergeister in Erscheinung.

30. November 2025
„Adventskonzert”

Im Rahmen unserer Konzertreihe „Musik im Museum” fand am 30. November 2025 um 11:00 Uhr im Vortragssaal des Fabrikmuseums ein weiteres Konzert statt. Klavierschüler der Orchesterschule Roth gaben wieder eine Probe ihres Könnens ab. Der Eintritt war frei. Wie schon im Vorjahr waren wieder beachtliche Leistungen zu hören. Anschließend konnte man noch einen lohnenswerten Blick ins Fabrikmuseum werfen, der Lust auf mehr machte.

7. und 14. Dezember 2025
„Weihnacht im Museum” und
„Leonischer Weihnachtszauber”

Aufgrund des großen Erfolgs im vergangenen Jahr luden wir dieses Jahr in der Adventszeit gleich zweimal in unser Fabrikmuseum ein:
am 2. Advents­sonntag,
den 7. Dezember 2025,
und am 3. Adventssonntag,
den 14. Dezember 2025
jeweils von 14.30 bis 18.00 Uhr.
Unter dem Motto „Weihnacht im Museum” zeigten wir, wie traditioneller gold- und silberglänzender Christbaumschmuck aus leonischen Waren früher hergestellt wurde. An unseren teils über hundert Jahre alten, immer noch funktionierenden Maschinen und in Handarbeit entstanden glitzernde Girlanden, Weihnachtssterne, Eiszapfen und Lametta. Die Besucher erwartete ein weihnachtlich geschmücktes  Museum, das glänzte und glitzerte. Sie konnten sich unter sachkundiger Anleitung sogar ihren eigenen Weihnachtsschmuck basteln, was nicht nur erwachsenen, sondern auch jüngeren Besuchern großen Spaß machte. Wer wollte, konnte sich natürlich auch am reichhaltigen Angebot des Museums an fertigen Produkten bedienen. In unserer Museums-Heimarbeiterwerkstatt war nämlich bereits im Vorfeld zahlreiche Weihnachtsschmuckstücke entstanden. Filigrane Sterne und Eismotive sowie Eiszapfen wurden in Handarbeit gefertigt und warteten auf die Besucher, die diese selbstverständlich erwerben konnten.

Doch damit nicht genug: Als besonderes Highlight waren zudem in einer begleitenden Sonderausstellung unter der Überschrift „Leonischer Weihnachtszauber” Arbeiten von Marianne Geißendörfer zu
sehen. Die international
renommierte Uffenheimer Klöppelkünstlerin zeigte weihnachtliche Klöppelarbeiten, die unter Verwendung von Draht und leonischen Gold- und Silbergespinsten entstanden waren. Der mehrfach ausgezeichneten Künstlerin war es sichtbar gelungen, eine Symbiose aus Material und Spitzenhandwerk zu schaffen: Metallgespinste, gefertigt auf historischen Maschinen, verklöppelt mit Naturmaterialien, interpretiert und gestaltet mit aktuellem Zeitgeist.

Wer Rauschgoldengel mag, kam vor allem am 7. Dezember an zwei Verkaufsständen auf seine Kosten. Elfie Ziegler präsentiert Nürnberger Rauschgoldengel nach alten Vorbildern. Die Besonderheit: Die Engel sind den Rauschgoldengeln der Biedermeierzeit, also mit Porzellanköpfen und verziert mit Leonischen Borten, nachempfunden.
Ebenfalls am 7. Dezember und auch am 14. Dezember waren Nürnberger Rauschgoldengel einer ganz anderen Machart bei Beate Hölscher-Witt an ihrem Verkaufsstand zu sehen. Ihre handgefertigten „Zaborauscher“ sind nach ihrem Entstehungsort benannt: Sie werden im Nürnberger Stadtteil Zerzabelshof (Zabo) gefertigt. Hier finden Sie weitere Informationen.
Am 7. Dezember war außerdem Sonja Häckler mit ihrem dekorativen hochwertigen Drahtschmuck vertreten. Wer nach einem einzigartigen Weihnachtsgeschenk sucht, sollte sich mal bei Schmuckkästchen umschauen.

10. Dezember 2025
„Weihnachtsschmuck aus Roth”

Das Seniorenbüro und der Historische Verein Roth lud am Mittwoch, 10. Dezember, zu einem Vortrag ins Fabrikmuseum ein. Willi Riffelmacher erzählte als Zeitzeuge die Geschichte des Weihnachtsschmucks, der neben den Leonischen Waren eine große Rolle im Wirtschaftsleben der Stadt Roth spielte.

Der Vortrag von Willi Riffelmacher entführte die Zuhörer in eine Zeit, in der noch Girlanden, Lametta, Engelshaar, Weihnachtssterne, „Eiszapfen” und andere dekorative Dinge den Christbaum und damit auch das Weihnachtsfest verschönert hatten. Die meisten dieser glänzenden „Schmuckstücke” sind auf der Basis leonischer Waren entstanden. Deshalb ist das Fabrikmuseum für diesen Vortrag geradezu prädestiniert: In der dort eingerichteten „Heimarbeiterstube” und an noch immer funktionierenden historischen Maschinen kann man heute noch sehen, wie früher leonischer Weihnachtsschmuck hergestellt wurde.

Winterpause geht zu Ende

Bald ist es soweit: Unser Museum öffnet wieder am 29. März 2026!